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Steven Berkoff ist ein britischer Autor, Dramatiker, Schauspieler und Regisseur. Leslie Steven Berks wurde 1937 im zum Londoner East End gehörenden Stadtteil Stepney als Sohn des Schneiders Alfred „Al“ Berks und der Hausfrau Pauline „Polly“ Berks geboren. Die Vorfahren seiner jüdischen Familie stammen aus Rumänien und Russland. Während der Luftangriffe auf London zog seine Mutter mit ihm und seiner Schwester Beryl nach Luton. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs lebte die Familie einige Monate bei Verwandten in Nyack, New York, bevor sie mangels Arbeit nach England zurückkehrte. Den von seinem Vater aus Berkovitch zu Berks verkürzten Familiennamen lehnte er genauso ab wie seinen Vornamen Leslie und nannte sich daher später Steven Berkoff. Berkoff besuchte das London City Literary Institute (1957–1958), erhielt seine Schauspielausbildung an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art (1958–1959) und studierte an der École internationale de théatre Jacques Lecoq in Paris. Danach gründete er die London Theatre Group, bei der er die Regie seiner eigenen Adaptionen von Klassikern führte, wie zum Beispiel 1969, als er in Franz Kafkas Die Verwandlung die Rolle des jungen Mannes spielte, der selbst zum Käfer transformiert wurde. Neben dem Theater spielte Berkoff auch in Filmen wie Barry Lyndon (1975), Outland – Planet der Verdammten (1981), James Bond 007 – Octopussy (1983), Beverly Hills Cop – Ich lös’ den Fall auf jeden Fall (1984), Rambo II – Der Auftrag (1985), Fair Game (1995), Riders (2002) und Head in the Clouds (2004) mit. 1981 wirkte er in der Serie Die Profis (Episode: Ein Mordroboter Namens Quinn) mit, in der er bereits eine ähnliche Rolle wie in James Bond 007 – Octopussy mimte. Wahrscheinlich war diese Folge teilweise Grund dafür, dass er danach meist als russischer Gegenspieler besetzt wurde. Zu Berkoffs eigenen Stücken zählt Greek (1979), in dem der Ödipus-Mythos in das zeitgenössische London versetzt wurde, sowie West (1983), eine Adaption der angelsächsischen Beowulf-Legende. Sein Stück Decadence (1981) stellte die sexuellen und sozialen Aktivitäten eines Oberklasse-Paares denen einer Frau aus der Arbeiterklasse und eines Detektivs gegenüber. In Kvetch (1987) werden die Ängste einer Gruppe von Juden aus dem West End in eine Comic-Dinner-Party umgewandelt. Weiteren Theaterstücke und Bearbeitungen waren u. a. Agamemnon (1977), The Fall of the House of Usher (1977, siehe Edgar Allan Poes Der Untergang des Hauses Usher), The Trial (1981, siehe Kafkas Der Process), Sink the Belgrano (1986), In the Penal Colony (1988) sowie Brighton Beach Scumbags (1991). Daneben war er Autor von Büchern wie I am Hamlet (1989) sowie Corolianus in Deutschland (1992). (Quelle: Wikipedia)